Auf dieser Wanderung erzählen wir Ihnen spannende Geschichten

An zehn Orten begegnen Sie auf dieser Wanderung kunstvoll bemalten Holztafeln, die von den spannendsten Sagen aus dem Toggenburg erzählen. Einige haben Aussparungen, durch die man den Kopf für ein Erinnerungsfoto strecken kann. Ein Stück echter Volkskultur lebt auf dieser kurzweiligen Wanderung wieder auf.

Ausgangspunkt: Alp Sellamatt ( kann in jede Richtung begangen werden)


Zielpunkt: Alp Sellamatt


Wanderzeit: 3 oder 5 Stunden, je nach Wahl der Rundtour

 
Vom Berghotel Sellamatt auf 1400 m wandern Sie über die Höhenterrasse am Fuss der Churfirsten zur prähistorischen Höhle «Wildenmannlisloch» (1640 m, rutschfeste Schuhe und Taschenlampe!) und auf einer anderen Route zurück.

Lesen und hören
Das Buch mit zwölf Toggenburger Sagen passt in jeden Rucksack. Zehn Geschichten sind auf dem Sagenweg im Sommer zu sehen, auf dem Winter-Sagenweg kommen noch zwei hinzu.

Buch: 56 Seiten, 12 farbige Abbildungen, CHF 17.-
Hörbuch: Beatrice Kessler liest zehn Sagen, untermalt von stimmungsvoller Musik. CD 45 Minuten, CHF 27.-
Erhältlich im Berghotel, an der Talstation der Bergbahn, bei den Tourist-Infos, in Buchhandlungen und Geschäften im Toggenburg. Oder per Post, Bestellungen per Mail:
 
 

Hörprobe: 

 
Liebe, Tod und Teufel
Der Toggenburger Sagenweg ist ein Erlebnis für Jung und Alt 


Beim Berggasthaus Sellamatt, den Säntis vor Augen, lernen Sie einen liebenswerten Riesen kennen und erfahren, wie die Streusiedlungen im Toggenburg entstanden sind. Wandern Sie nun über die Alp zum Mittelstofel, wo Ihnen bei der Sage vom Berggeist an der Quelle der Säntisthur ein erster kalter Schauer über den Rücken läuft. 

Aufgepasst am Thurtalerstofel auf 1484 m, dort erwartet Sie das Fetzfräuli, um Ihnen den Weg zu zu weisen. Entscheiden Sie sich richtig, denn bei diesem Hutzelweiblein weiss man nie! Die Abkürzung führt Sie direkt zur Sage von der seltenen Blume, etwas weiter oben am Thurtalerstofel. Für die ganze Wanderung folgen Sie dem Weg zum Wildenmannlisloch. Schon beim Steinhüttli (1508 m) treffen Sie eine schöne und mitfühlende Bauerntochter. 

Über die Breitenalp geht es nun leicht hinauf zur prähistorischen Höhle am Selun auf 1640 m. Hier, am Wildenmannlisloch laden eine Feuerstelle und die einmalige Aussicht zur Rast ein. Was wohl gewesen wäre, wenn die Hebamme den Lohn der wilden Mannli nicht ... Aber lesen Sie selber nach! 

Zurück geht es ein Stück weit auf dem selben Weg, danach über Altstofel und die Breitenalp, wo einst der grimmige Zwingherr von Starkenstein sein Unwesen trieb. Seine Geschichte erfahren Sie beim Gatter am Fuss des Frümsel. Doch er war nicht der einzige Wüstling, der ein böses Ende nahm. Beim Thurtalerstofel sehen Sie die Geschichte der sagenumwobenen Wildenburg, deren Schatz mit Hilfe einer seltenen Blume zu heben ist. Ob vielleicht gerade Sie diese finden? 

Wer den Schatz vom Gräppelensee bewacht, erfahren Sie bei Langlitten. Und wenn Ihnen jetzt das Blut in den Adern noch nicht gefroren ist, dann wird es dies bei Hinterlücheren am Fuss des Hinterrugg, bei der schrecklichen Geschichte vom blutlosen Tobel. Ob Sie es wagen, nur so zum Spass, Ihren Kopf auf den Richtblock zu legen

Also rasch weiter zur letzten Sagentafel am Zinggen. Denn hier erwartet Sie eine Toggenburger Lichtgestalt. Eine der schönsten und besinnlichsten Legenden erzählt von der sanften Gräfin und Eremitin Idda von Toggenburg, deren Grab in Fischingen heute eine Pilgerstätte ist. Schon bald sind Sie an der Bergstation der Bahn, die Sie bequem zurück nach Alt St. Johann bringt. Es sei denn, Sie entschliessen sich, im einladenden Berggasthaus einzukehren oder über grüne Alpweiden und durch lichte Tannenwälder zu Fuss hinabzusteigen.